Veränderung akzeptieren und im Fluss des Wandels leben: ein Stilles Retreat zum Prinzip der Vergänglichkeit
Alles ist dem Wandel unterworfen, nichts bleibt beständig. Das können wir überall in der Natur beobachten, ebenso wie an uns selbst. Oft verursacht dieser Wandel jedoch für uns Leiden. Denn wir wollen bewahren und festhalten: die guten Zeiten, die angenehmen Gefühle, alles Gewohnte. Nicht immer ist es für uns einfach, uns der Veränderung zu öffnen. Insbesondere der ultimativen Veränderung unseres Lebens, dem Tod, tendieren wir zu entfliehen bis er kurz bevorsteht. Doch die Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit, insbesondere auch der eigenen Vergänglichkeit, kann uns helfen, die Perspektive auf das eigene Leben zu verändern und bewusster zu leben.
Was Dich erwartet
Am Anreisetag beginnen wir um 16.30 Uhr. Nach dem gemeinsamen Abendessen werden wir am Abend noch alles wichtige klären, damit Du sicher in die Stille und ganz in Dich selbst hinein sinken kannst.
Bis zum Abreisetag Vormittag hüllen wir uns in edles Schweigen und richten uns dabei ganz auf Introspektion aus. Nach Innen Blickend. Lauschend. Nach dem Mittagessen wird es noch Raum für Austausch und Gemeinschaft geben.
Grundsätzlich erwartet Dich eine mittel-intensive Meditationspraxis, die auch für Menschen mit wenig Erfahrung gut geeignet ist: wir sitzen max. ca. 25 Minuten am Stück und etwa 4-5 Mal am Tag, gemeinsam in Stille, manchmal auch als geführte Meditation.
Die Meditationspraxis ist inspiriert von buddhistischen Übungswegen und verbindet achtsame Wahrnehmung, Herzensqualitäten und die Sammlung des Geistes.
Ergänzend zur Meditationspraxis praktizieren wir Yoga – als sanften körperlichen Ausgleich und zur Vorbereitung auf das Sitzen. Der Fokus liegt auf passivem Yin Yoga, ergänzt durch ruhige, achtsam ausgeführte Hatha-Yoga-Übungen. Die Praxis ist bewusst langsam und nach innen gerichtet; dynamische oder leistungsorientierte Formen des Yoga sind nicht Teil des angeleiteten Programms. Eigene Praxis ist außerhalb der Gruppenzeiten willkommen.
Das Programm wird durch verschiedene kontemplative Elemente ergänzt (z.B. kurze Impulsvorträge, Geschichten und Denkanstöße, kontemplative Übungen, Journaling, gemeinsame Spaziergänge), die konkrete Ausgestaltung variiert von Retreat zu Retreat und speist sich aus den Themen, mit denen ich mich aktuell in meiner eigenen philosophischen Praxis und meinem Studium beschäftige. Zum Abschluss jedes Retreats steht noch eine Praxis zur Integration des Erlebten.
Auf diesem Retreat gib es außerdem am Samstag die Möglichkeit in einer holzbeheizten Outdoor Sauna ordentlich was auszuschwitzen und – wenn es die Bedingungen zulassen – machen wir ein Lagerfeuer.
Gemeinschaft, Selbstversorgung & Mithilfe
Ein wesentlicher Bestandteil des Retreats ist der Gedanke von Gemeinschaft. Wir versorgen uns als Gruppe selbst. Jede Person übernimmt etwa eine Stunde Mithilfe am Tag (schnippeln, spülen, etc.). Ich kümmere mich um Einkauf, Menüplanung und Koordination. Das Lebensmittelbudget ist bewusst großzügig kalkuliert und am Ende sollte ein kleiner Überschuss übrig bleiben, den wir als Gruppe an ein gemeinsames Projekt spenden.
Das sagt eine frühere Teilnehmende über meine Retreats:
"Das Wochenende in der Stille war für mich ein Highlight in diesem Jahr und die Nachwirkung wird hoffentlich noch lange bleiben. Trotz des üblichen Weihnachtsstresses gehe ich viele Sachen schon etwas anders an, meditiere jeden Tag und schreibe abends etwas im Tagebuch. Es war ein soooo tolles Wochenende, das ich zukünftig gerne wieder erleben möchte und welch ein Glück hatten wir mit der Gruppe! Nochmals vielen, vielen Dank für deine fantastische Einführung in die Stille, Yin Yoga und soviel mehr." ---- Marisca M.
Deine Kursleitung:
Seit mich vor rund 30 Jahren meine erste philosophische Verwunderung über das merkwürdige Phänomen des Bewusstseins ergriff, beschäftige ich mich mit Philosophie, Psychologie, Meditation, Yoga und all dergleichen Dinge. Es ist die Suche nach Wahrheit und nach Antworten auf die letzten Fragen menschlicher Existenz, die mich dabei schon immer antreibt: Ich will das Bewusstsein, das Leben und das Mensch-Sein in seiner Tiefe ergründen und verstehen.
Mit großer Freude und Hingabe gestalte ich seit 2020 Erfahrungsräume, die von dieser Suche getragen sind und in denen Menschen, vom Machen ins Sein kommen & Ruhe finden können, sich Selbst begegnen & hinterfragen können und so ihr Bewusstsein schärfen, mehren, ausprägen und erweitern können, um dadurch letztlich ein freud- und friedvolleres Leben zu führen. Ich hoffe so, zu einer friedlicheren, versöhnlicheren und menschlicheren Welt beizutragen.