Was Basenfasten von anderem Fasten unterscheidet
Basenfasten ist eine Form des Fastens, die ohne hungern auskommt. Statt auf Nahrung zu verzichten, werden über eine Woche oder zehn Tage hinweg nur basische Lebensmittel gegessen: Gemüse, Obst, Salate, Kräuter, Mandeln, manche Hülsenfrüchte. Säurebildner wie Fleisch, Fisch, Getreide, Milchprodukte, Zucker und Kaffee bleiben für die Dauer der Kur weg. Das Konzept geht auf die Heilpraktikerin Sabine Wacker zurück, die es Ende der 1990er Jahre populär gemacht hat.
Der Unterschied zum klassischen Heilfasten nach Buchinger ist deutlich. Beim Heilfasten wird über sieben bis zwölf Tage komplett auf feste Nahrung verzichtet, der Körper geht in den Ketose-Modus. Beim Basenfasten wird normal gegessen, nur eben pflanzlich und basenbildend. Das macht die Methode auch für Menschen geeignet, die mit echtem Fasten Schwierigkeiten haben, etwa bei Blutzucker-Schwankungen, niedrigem Blutdruck oder hoher körperlicher Beanspruchung im Alltag.
Die Annahme dahinter ist die Säure-Basen-Hypothese: der moderne Ernährungsstil führt zu einer chronischen Übersäuerung, die mit Müdigkeit, Hautproblemen, Gelenkschmerzen und Verdauungsstörungen in Verbindung gebracht wird. Die wissenschaftliche Datenlage zur Säuren-Last ist nicht unumstritten, die praktische Erfahrung vieler Teilnehmender mit klarer Haut, besserem Schlaf und mehr Energie nach einer Woche ist es aber nicht. Genau diese Erfahrung treibt die Nachfrage.