Auszeit im Kloster in Deutschland

Eine Auszeit im Kloster in Deutschland heißt: alte Mauern, klare Tagesstruktur, Stille als Hauptelement. 62 Programme verteilen sich auf benediktinische, zisterziensische, franziskanische und ökumenische Häuser, mit Schwerpunkten in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Bayern und Thüringen. Drei bis sieben Tage sind die typische Dauer, Preise liegen zwischen €98 und €1.880 Euro. Die meisten Programme schließen einfache Vollverpflegung, Einzelzimmer im Gästetrakt und die Teilnahme an Stundengebeten ein.
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Was eine Auszeit im Kloster in Deutschland heute bedeutet

Was eine Auszeit im Kloster in Deutschland heute bedeutet

Eine Auszeit im Kloster bedeutet nicht, einem Orden beizutreten oder besonders religiös zu sein. Sie bedeutet, für eine begrenzte Zeit in eine andere Tagesstruktur einzutauchen. Die Häuser, die Auszeiten anbieten, haben sich in den letzten zwanzig Jahren stark geöffnet und empfangen heute auch Gäste ohne kirchlichen Hintergrund. Voraussetzung ist Respekt vor der Lebensform, nicht Zustimmung zu einem Glauben. Der Tag in einem deutschen Kloster ist klar getaktet. Frühe Stunde, gemeinsames Frühstück in Stille, dann ein Vormittagsblock, der je nach Programm geistliche Begleitung, Schweige-Phasen, Spaziergänge oder einfache Arbeit umfasst. Mittagsgebet, Mittagessen, Mittagsruhe. Am Nachmittag oft ein weiterer Impuls, manchmal ein Einzelgespräch mit einem Mönch oder einer Nonne. Vesper, Abendessen, Komplet als Tagesabschluss. Für Gäste ist die Struktur die eigentliche Kur. Wer aus einer hochfrequenten Berufswelt kommt, erlebt die Verlangsamung in den ersten zwei Tagen als ungewohnt, ab Tag drei oft als befreiend. Die Stille ist kein Stilleverbot, sondern ein Schutzraum, in dem nicht gesprochen werden muss. Gespräche sind erlaubt, aber sparsam. Was zurückbleibt, ist meist nicht ein einzelnes Erlebnis, sondern ein anderer Umgang mit Zeit, der sich noch Wochen nach der Heimreise auswirkt.
Die Kloster-Landschaft in Deutschland: vier Regionen, vier Charaktere

Die Kloster-Landschaft in Deutschland: vier Regionen, vier Charaktere

Die deutsche Kloster-Landschaft hat regionale Charaktere. Nordrhein-Westfalen trägt den größten Bestand an Häusern, die Auszeiten regelmäßig anbieten. Der Niederrhein, das Sauerland und die Eifel sind die drei Schwerpunkte, mit Häusern, die sowohl ignatianische Exerzitien als auch offene Schweige-Wochenenden im Programm haben. Die Erreichbarkeit von Köln, Düsseldorf und dem Ruhrgebiet ist kurz. In Bayern liegen die Häuser in zwei Linien: zum einen entlang des Schwäbisch-Bayerischen Alpenrands mit Andechs, Ottobeuren und St. Ottilien als bekannten Namen, zum anderen im Osten Bayerns rund um die Oberpfalz und das Bayerische Wald-Gebiet. Die bayerischen Häuser sind oft groß und haben ausgebaute Gästetrakte mit eigenem Bad und eigenem Begleit-Personal. Hessen mit Fulda, dem Vogelsberg und der Rhön ist die zentralste Lage und besonders für Reisende aus Frankfurt, Kassel und Hannover gut erreichbar. Die Häuser dort haben oft eine ökumenische Ausrichtung. Thüringen, weniger bekannt, hat in den letzten Jahren mehrere Häuser im Eichsfeld und im Saaletal geöffnet, die ein günstigeres Preisniveau und kleinere Gruppen anbieten. Wer in der Region selbst wohnt, kann oft auch einzelne Tage als Mit-Beten ohne Übernachtung buchen.
Welche Schwerpunkte es in deutschen Klöstern gibt

Welche Schwerpunkte es in deutschen Klöstern gibt

Deutsche Klöster bieten Auszeiten in mehreren Linien an, die sich klar unterscheiden. Die erste Linie sind Schweige-Wochenenden und Schweige-Wochen. Drei bis sieben Tage, mit zwei oder drei kurzen Sprech-Fenstern pro Tag, geistlicher Begleitung in Einzelgesprächen und einer offenen Tagesstruktur. Diese Linie passt für alle, die eine echte Stille-Erfahrung suchen, ohne ein bestimmtes geistliches System mitzubringen. Die zweite Linie sind ignatianische Exerzitien, eine über vierhundert Jahre gewachsene Form geistlicher Übungen. Hier gibt es eine klare innere Struktur, tägliche Begleitung durch eine erfahrene Person und feste Meditations-Zeiten. Exerzitien sind anspruchsvoller als reine Schweige-Tage und brauchen meist mindestens fünf Tage, oft acht oder zehn. Die dritte Linie sind thematische Auszeiten. Trauer-Begleitung, Lebensübergänge, berufliche Neuorientierung oder Krisen-Verarbeitung sind die häufigsten Themen. Diese Programme haben in der Regel feste Termine und eine kleine Gruppengröße von sechs bis zwölf Teilnehmenden. Die vierte Linie sind Mit-Leben-Tage. Hier wohnt der Gast im Gästetrakt, nimmt am normalen Klosteralltag teil, ohne ein eigenes Programm zu durchlaufen. Diese Variante ist die günstigste und passt für alle, die einfach Ruhe suchen, ohne Begleitung oder Themen-Arbeit.
Praktische Hinweise: Anreise, Kleidung, Tagesablauf

Praktische Hinweise: Anreise, Kleidung, Tagesablauf

Wer zum ersten Mal in ein Kloster reist, hat oft praktische Fragen, die im Buchungsformular selten beantwortet werden. Zur Anreise: Die meisten deutschen Klöster liegen außerhalb der Großstädte, sind aber mit Bahn und Bus erreichbar. Vom Hauptbahnhof aus sind in der Regel ein oder zwei Anschlüsse nötig. Anreise mit dem eigenen Auto ist immer möglich, viele Häuser haben einen kleinen Parkplatz im Innenhof oder am Tor. Zur Kleidung: Es gibt keinen Dresscode, aber zurückhaltende, bequeme Kleidung passt zur Atmosphäre besser als auffällige Outfits. Festes Schuhwerk für Spaziergänge oder die Begehung der Klosterkirche ist hilfreich. Eine warme Jacke ist auch im Sommer empfehlenswert, weil die Kirchen und Kreuzgänge oft kühl bleiben. Zum Tagesablauf: Stundengebete sind ein Angebot, keine Pflicht. Gäste dürfen alle Gebete besuchen, niemand erwartet das. Die Mahlzeiten sind oft in Stille, mit einer Lesung aus geistlichen Texten. Wer Allergien oder Unverträglichkeiten hat, gibt das bei der Anmeldung an. Mobiltelefone und Laptops sind erlaubt, sollten aber sparsam genutzt werden. Viele Gäste berichten, dass das bewusste Wegstellen des Handys einer der wirksamsten Effekte der Auszeit ist.

Häufig gestellte Fragen

Was macht eine Auszeit im Kloster in Deutschland besonders?
Deutschland verfügt über eine jahrhundertealte Klostertradition mit über 900 aktiven Klöstern und Ordenshäusern. Von benediktinischen Abteien in Bayern bis zu norddeutschen Zisterzienser-Klöstern erlebst du authentische Spiritualität in historischen Gemäuern. Bei Retreat Urlaub findest du aktuell 62 Kloster-Auszeiten in Deutschland.
Muss ich gläubig sein, um eine Auszeit im Kloster zu machen?
Nein. Die meisten deutschen Klöster, die Auszeiten anbieten, empfangen Gäste unabhängig von ihrer Glaubenshaltung. Voraussetzung ist Respekt vor der Hausordnung und vor dem Leben der Gemeinschaft. Wer aus innerer Distanz zur Kirche kommt, findet trotzdem einen Platz, weil die Häuser zwischen Hausgästen und Ordensgemeinschaft klar trennen. Stundengebete sind ein Angebot, keine Pflicht. Geistliche Begleitung wird angeboten, aber nicht aufgedrängt. Wer ausdrücklich keine religiösen Gespräche möchte, kann das bei der Buchung vermerken.
Was kostet eine Auszeit im Kloster in Deutschland?
Klosteraufenthalte in Deutschland sind oft überraschend erschwinglich. Die Preise reichen von €98 bis €1.880, im Durchschnitt bei €566. Viele Klöster arbeiten mit Richtsätzen und ermöglichen es, den Beitrag nach eigener Einschätzung anzupassen.
Wie viel kostet eine Auszeit im Kloster in Deutschland?
Die Preisspanne liegt aktuell bei €98 bis €1.880 Euro für ein Wochenende oder eine Woche, im Schnitt bei rund €566 Euro. Klöster sind im Vergleich zu kommerziellen Retreathäusern deutlich günstiger, weil die Kostendeckung ausreicht und keine Gewinn-Marge eingerechnet wird. Ein Wochenende mit Vollverpflegung und Einzelzimmer liegt häufig zwischen einhundertfünfzig und dreihundert Euro. Längere Aufenthalte mit Einzelbegleitung oder Exerzitien sind teurer, weil ein Begleiter oder eine Begleiterin individuell mitarbeitet. Spenden sind in vielen Häusern willkommen, aber nicht erwartet.
Wann ist die beste Zeit für eine Kloster-Auszeit in Deutschland?
Klöster empfangen das ganze Jahr über Gäste. Besonders beliebt sind die Advents- und Fastenzeit für spirituelle Einkehr. Im Frühling und Herbst profitierst du von ruhiger Atmosphäre und schöner Natur rund um die oft ländlich gelegenen Klöster.
Wie lange sollte meine erste Auszeit im Kloster dauern?
Für die erste Auszeit ist ein Wochenende von drei Tagen ein guter Einstieg. Das gibt zwei volle Tage in der Klosterstruktur, ohne dass die Stille zu lang wird. Wer schon einmal in einem Kloster war oder eine Meditationspraxis hat, profitiert von fünf bis sieben Tagen, weil die Wirkung der Stille meist erst ab Tag drei richtig einsetzt. Exerzitien dauern in der klassischen Form acht oder zehn Tage und sind eher die Wahl für eine zweite oder dritte Auszeit, nicht für den Einstieg.
In welchen Regionen Deutschlands gibt es besonders bekannte Klöster für Gäste?
Bayern ist mit Klöstern wie Andechs, Ettal und Münsterschwarzach ein Schwerpunkt. Aber auch Nordrhein-Westfalen (Maria Laach), Niedersachsen (Nütschau) und Baden-Württemberg (Beuron) bieten traditionsreiche Häuser mit Gästeprogramm. In Ostdeutschland sind Klöster wie Helfta oder Volkenroda beliebt.
Welches Bundesland eignet sich für meine erste Kloster-Auszeit?
Für eine erste Auszeit eignen sich Nordrhein-Westfalen und Hessen am besten, weil dort die Häuser-Dichte am höchsten ist und die Anreise von den meisten deutschen Großstädten aus kurz bleibt. Wer aus dem Süden kommt, findet in Bayern eine vergleichbare Auswahl mit eher größeren, traditionsreicheren Häusern. Thüringen ist eine Empfehlung für alle, die kleinere Häuser, günstigere Preise und besonders ruhige Lagen suchen. Bei der Auswahl lohnt sich zudem die Frage, ob ein benediktinisches, zisterziensisches, franziskanisches oder ökumenisches Haus zur eigenen Erwartung passt.
Muss ich religiös sein, um ein Kloster in Deutschland zu besuchen?
Nein, die allermeisten deutschen Klöster heißen Menschen jeder Weltanschauung willkommen. Der Fokus liegt auf Stille, Struktur und innerem Rückzug. Erwartet wird lediglich Respekt gegenüber dem klösterlichen Tagesablauf und den Hausregeln.
Wie ist die Unterbringung in einem deutschen Kloster?
Die Unterbringung erfolgt in der Regel im Gästetrakt, separat vom Wohnbereich der Ordensgemeinschaft. Einzelzimmer sind der Standard, oft mit eigener Dusche und Toilette, in älteren Häusern manchmal mit Gemeinschaftsbad auf dem Flur. Die Zimmer sind schlicht eingerichtet: Bett, Schreibtisch, Stuhl, manchmal ein einfaches Kreuz an der Wand. Bettwäsche und Handtücher werden gestellt. WLAN gibt es in vielen Häusern im Gemeinschaftsbereich, nicht überall auf dem Zimmer. Wer ein besonders ruhiges Zimmer möchte, fragt nach einem Zimmer im Hinterhof oder zum Garten hin.
Wie sieht ein typischer Tag bei einer Kloster-Auszeit in Deutschland aus?
Der Tag beginnt früh – oft um 6 Uhr mit dem Morgengebet (Laudes). Es folgen Zeiten der Stille, gemeinsame Mahlzeiten, Mittagsgebet, eine freie Phase für Spaziergänge oder Lesen und das Abendgebet (Vesper). Als Gast kannst du je nach Haus an allen oder einzelnen Elementen teilnehmen.
Kann ich auch in einer schwierigen Lebensphase (Trauer, Krise) in ein Kloster?
Ja, ausdrücklich. Viele deutsche Klöster haben Angebote für Menschen in besonderen Lebensphasen: nach einem Verlust, nach einer Trennung, nach Burn-Out, vor einer beruflichen Neuorientierung. Diese Programme sind meist thematisch gerahmt und haben eine geistliche Begleitperson, die regelmäßig zur Verfügung steht. Wichtig ist, dass eine akute psychische Krise besser zuerst therapeutisch begleitet wird; eine Kloster-Auszeit ersetzt keine Therapie, sie kann ein guter Rahmen für eine schon laufende therapeutische Arbeit sein. Häuser nehmen bei Anmeldung gerne Rücksprache, ob die eigene Situation in das jeweilige Programm passt.
Kann ich bei einer Kloster-Auszeit in Deutschland auch im Klosterbetrieb mitarbeiten?
Ja, viele deutsche Klöster bieten das Programm 'Kloster auf Zeit' an, bei dem du aktiv im Alltag mitarbeitest – etwa in der Küche, im Garten oder in der Bibliothek. Das ist eine besonders intensive Form der Erfahrung und wird von vielen Gästen als sehr bereichernd empfunden.