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Fastenwandern November 2027

Fastenwandern stellt eine tolle Abwechslung zu einem regulären Urlaub dar.
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Was Fastenwandern wirklich ist

Was Fastenwandern wirklich ist

Fastenwandern verbindet zwei Praktiken, die für sich allein bereits eine grosse Tradition haben: das therapeutische Heilfasten und das geführte Wandern in der Natur. Die Grundidee geht auf den deutschen Arzt Otto Buchinger zurück, der in den 1930er Jahren erkannte, dass moderate Bewegung den Fasten-Prozess verträglicher macht und den Körper in eine tiefere Entlastung führt. In der heutigen Form wirst du in einer kleinen Gruppe sieben bis zehn Tage von einer fastenerfahrenen Begleitung durch die Region geführt. Der Tag beginnt mit warmem Wasser oder Tee, gefolgt von einer mehrstündigen Wandertour im moderaten Tempo. Während der Fastenphase nimmst du keine feste Nahrung zu dir, sondern frisch gepresste Säfte, klare Gemüsebrühen, Kräutertees und ausreichend Wasser. Zwei Hauptvarianten haben sich etabliert: das klassische Saftfasten nach Buchinger, bei dem mittags ein verdünnter Saft und abends eine Brühe gereicht werden, sowie das mildere Tee- und Brühe-Fasten ohne Säfte für Menschen mit empfindlichem Blutzucker. Beide Formen werden vor Beginn medizinisch besprochen, und ein Entlastungstag mit leichter Kost geht der eigentlichen Fastenphase voraus. Was Fastenwandern von einer reinen Fastenkur in der Klinik unterscheidet, ist die Bewegung an der frischen Luft. Studien zeigen, dass moderate Tagesetappen den Stoffwechsel stabilisieren, Muskelabbau bremsen und das psychische Wohlbefinden während des Fastens deutlich verbessern. Wer Fastenwandern probiert, erlebt typischerweise nach dem dritten Tag eine spürbare Klarheit, die viele Gäste als den eigentlichen Grund nennen, warum sie regelmässig wiederkommen.
Geeignete Regionen für Fastenwandern

Geeignete Regionen für Fastenwandern

Nicht jede Wanderregion eignet sich für eine Fastenwoche. Während der Fastenphase ist die Belastungsfähigkeit reduziert, der Kreislauf reagiert sensibler auf Höhe, Wärme und harte Anstiege. Deshalb haben sich Regionen mit sanftem Profil als Klassiker etabliert. An erster Stelle stehen die deutschen Voralpen, also das Voralpenland zwischen Bodensee und Berchtesgaden. Die hügelige Landschaft erlaubt Etappen von zwei bis vier Stunden mit überschaubaren 150 bis 350 Höhenmetern. Der Schwarzwald, besonders der südliche Hochschwarzwald rund um Titisee und Feldberg, ist ein zweiter Favorit. Hier verläuft das Gehen meist auf weichen Waldböden, was den Gelenken während des Fastens entgegenkommt. Die Eifel mit ihren Maaren und Vulkankegeln bietet vergleichbar moderate Etappen und eine eigentümliche, weite Landschaft, die zum Innehalten einlädt. Auch der Bodensee mit seinem Uferweg und den sanften Hügeln des Hinterlands ist eine etablierte Fastenwander-Region, ebenso wie die Lüneburger Heide im Spätsommer, wenn das Heidekraut blüht. International haben sich der ungarische Plattensee, das südliche Burgund und das schwedische Smaland einen Namen gemacht. Was alle diese Regionen verbindet: gleichmässige Wege, kurze Etappen, viel Wasser in der Landschaft und eine ruhige Stimmung. Auf hochalpine Touren mit grossen Höhenunterschieden, auf Hitze-belastete Mittelmeer-Sommer oder auf technisch anspruchsvolle Pfade verzichtet man bewusst, weil sie den fastenden Körper überfordern würden.
Für wen Fastenwandern geeignet ist

Für wen Fastenwandern geeignet ist

Drei Gästegruppen finden auf einem Fastenwander-Retreat besonders gut zueinander, und sie unterscheiden sich in Motivation, Vorerfahrung und Erwartung. Die erste Gruppe sind Erstfaster: Menschen, die schon lange überlegen, einmal sieben Tage ohne feste Nahrung auszukommen, sich aber nicht trauen, das allein zu Hause zu tun. Die geführte Gruppe gibt Halt, die Wanderbegleitung beantwortet medizinische Fragen, und die Tagesstruktur trägt durch die ersten unsicheren Stunden. Diese Gruppe macht etwa die Hälfte der Teilnehmer aus und reist häufig zwischen 45 und 60 Jahren. Die zweite Gruppe sind erfahrene Faster, die ihre regelmässige Frühjahrs- oder Herbstkur in geselligem Rahmen verbringen wollen. Sie suchen weniger die Anleitung als die Mischung aus Bewegung und Stille, die ein Solo-Fasten zu Hause oft vermissen lässt. Häufig sind das gesundheitsbewusste Berufstätige, die bereits drei bis zehn Fastenkuren hinter sich haben. Die dritte Gruppe sind Wanderer mit Genuss-Hintergrund, die nach einem aktiven Jahr eine Pause vom Geniessen suchen. Hier dominiert der Wunsch nach körperlicher Entlastung nach Festen, Reisen oder intensiven Berufsphasen. Was alle drei Gruppen vereint: ein gewisses Vertrauen in den eigenen Körper, die Bereitschaft, sich auf eine ungewohnte Erfahrung einzulassen, und ein Interesse an einfacher Bewegung statt sportlicher Spitzenleistung. Nicht geeignet ist Fastenwandern für Schwangere, Stillende, Menschen mit unbehandelter Diabetes, akuten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Essstörungen oder kürzlich überstandenen Operationen. Ein ärztliches Gespräch vor der Buchung ist immer sinnvoll.

Wie ein Tag beim Fastenwandern abläuft

Der Tagesablauf auf einem Fastenwander-Retreat folgt einem fein abgestimmten Rhythmus, der die ungewohnte Fasten-Situation für den Körper so gleichmässig wie möglich macht. Der Tag beginnt früh, meist gegen sieben Uhr, mit einem Glas warmem Wasser und einer Tasse Kräutertee. Manche Anbieter starten mit einer kurzen Atemübung oder einer sanften Bewegungsrunde, die den Kreislauf langsam in Schwung bringt. Gegen acht Uhr folgt ein erstes Glas frisch gepresster Saft oder eine warme Brühe, die die Wanderetappe vorbereitet. Zwischen neun und neunhalb startet die geführte Wanderung. Die Etappe liegt typischerweise zwischen 8 und 14 Kilometern bei 100 bis 350 Höhenmetern und dauert zwei bis vier Stunden im moderaten Tempo mit ausreichend Pausen für Atemübungen, Trinken und stilles Stehen am Aussichtspunkt. Mittags kehrt die Gruppe in die Unterkunft zurück, wo ein verdünnter Saft mit etwas Honig oder eine zweite Brühe gereicht wird. Anschliessend folgt der Kern des Fastenwanderns: der Lebersack. Eine warme Wärmflasche auf der rechten Oberbauchseite, kombiniert mit dreissig bis sechzig Minuten Ruhe, unterstützt die Entgiftung über die Leber und ist für viele Gäste der wichtigste Moment des Tages. Der Nachmittag bietet Raum für Sauna, eine leichte Faszien-Einheit oder einen Vortrag zu Themen wie Säure-Basen-Haushalt, Reinigungsroutine oder Aufbaukost. Das Abendessen besteht aus einer warmen Brühe mit Kräutern, gegen 18 Uhr. Vor dem Schlafengehen klingt der Tag mit einer Klangmeditation oder einer Atemübung aus. Die Nacht ist auf einem Fastenwander-Retreat besonders erholsam, weil das Verdauungssystem ruht.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Fastenwandern?
Fastenwandern verbindet therapeutisches Fasten mit täglichen Wanderungen in der Natur. Während du für mehrere Tage auf feste Nahrung verzichtest – meist begleitet von Brühen, Säften und Tees – unternimmst du leichte bis moderate Wanderungen. Die Bewegung an der frischen Luft unterstützt den Entgiftungsprozess, regt den Stoffwechsel an und sorgt für ein intensives Naturerlebnis. Auf Retreat Urlaub findest du aktuell 13 Fastenwandern-Angebote.
Was kostet eine Fastenwander-Reise?
Eine geführte Fastenwander-Woche bewegt sich preislich meist zwischen 750 und 1.700 Euro pro Person für sieben bis acht Nächte. Im unteren Bereich von 750 bis 950 Euro liegen einfache Pensionen oder Familienhotels in Mittelgebirgsregionen wie Eifel, Schwarzwald oder Lüneburger Heide mit fastenpraktischer Verpflegung aus Säften, Brühen und Kräutertees sowie geführten Tageswanderungen. Die mittlere Spanne zwischen 950 und 1.300 Euro bringt gut ausgestattete Häuser am Bodensee, in den Voralpen oder im Tessin mit Saunabereich, Lebersack-Ausstattung und kleinerer Gruppengrösse von acht bis zwölf Personen. Die Premium-Klasse zwischen 1.300 und 1.700 Euro umfasst Wellness-Hotels mit ärztlicher Begleitung, eigener Therapie-Abteilung, frisch gepressten Bio-Säften und zusätzlichem Programm wie Yoga, Faszientraining oder Coaching. Wochen mit medizinisch begleitetem Fasten nach Buchinger oder Hildegard-Tradition liegen oft im oberen Bereich. Im Preis enthalten sind in der Regel die Unterkunft, die Fastenverpflegung über sieben Tage, die geführten Wanderungen, eine Einführung in den Lebersack, eine Schlussbesprechung und meist eine Brühen-Mitschrift für zu Hause. Anreise, Behandlungen, persönliche Anwendungen und ärztliche Beratungen kommen je nach Anbieter dazu.
Für wen ist Fastenwandern geeignet?
Fastenwandern eignet sich für gesunde Erwachsene, die ihrem Körper eine Auszeit gönnen, den Stoffwechsel ankurbeln oder neue Energie tanken möchten. Vorkenntnisse im Fasten oder Wandern sind in der Regel nicht erforderlich, da die Retreats professionell begleitet werden. Wenn du unter chronischen Erkrankungen leidest, schwanger bist oder Medikamente einnimmst, solltest du vorab ärztlichen Rat einholen. Die meisten Anbieter führen vor Retreat-Beginn ein Vorgespräch, um sicherzustellen, dass das Programm zu dir passt.
Wann ist die beste Reisezeit zum Fastenwandern?
Die beliebtesten Wochen für Fastenwandern liegen in den klassischen Übergangszeiten Frühjahr und Herbst. Im Frühjahr von Mitte März bis Ende Mai folgt das Fasten dem natürlichen Impuls vieler Menschen, nach dem Winter Stoffwechsel und Leber zu entlasten. Die Temperaturen sind moderat zwischen zehn und 18 Grad, die ersten Wiesen blühen, die Tage werden länger. Im Herbst von Mitte September bis Anfang November bietet sich das Fasten als Vorbereitung auf die Winterzeit an. Die Luft ist klar, die Farben in Wäldern und Heidelandschaften intensiv, die Wege leerer als im Hochsommer. Hochsommer wird von erfahrenen Fastenwander-Anbietern meist gemieden: Hitze und intensive Sonne belasten den Kreislauf während des Fastens, der Wasserhaushalt gerät leichter aus dem Gleichgewicht. Winterwochen finden sich vereinzelt, vor allem in Mittelmeerregionen wie Mallorca oder Madeira, wo die Temperaturen mild bleiben. Wer Heidewander-Stimmung sucht, plant die Lüneburger Heide für die zweite Augusthälfte, wenn das Heidekraut blüht. Wer Frühjahrsfasten möchte, ohne in kalte Witterung zu geraten, ist im Bodensee-Hinterland oder im Tessin ab Mitte April gut aufgehoben. Generell gilt: Schultersaisons im Mai und September sind oft die schönste Mischung aus stabilem Wetter, gut sichtbarer Natur und ruhigen Wegen für eine konzentrierte Fastenwoche.
Wie viel kostet ein Fastenwandern-Retreat?
Die Preise für Fastenwandern-Retreats variieren je nach Dauer, Unterkunft und Betreuungsumfang. Auf Retreat Urlaub liegen die Preise zwischen €350 und €1.600, wobei der Durchschnittspreis bei etwa €1.070 liegt. In der Regel sind Unterkunft, Fastenbegleitung, geführte Wanderungen und ergänzende Programmpunkte wie Yoga oder Meditation im Preis enthalten.
Welche Vorerfahrung brauche ich für Fastenwandern?
Vorerfahrung im Fasten ist für die meisten geführten Fastenwander-Wochen nicht zwingend notwendig. Anbieter, die explizit für Erstfaster ausgerichtet sind, machen rund die Hälfte der Wochen aus und führen behutsam in die Praxis ein. Was du allerdings mitbringen solltest, ist eine solide Grundgesundheit und eine ehrliche Bestandsaufnahme deiner körperlichen Verfassung. Wer regelmässig Medikamente nimmt, sollte ein Gespräch mit der Hausärztin oder dem Hausarzt führen, ob das Fasten verträglich ist. Sportlich brauchst du keine Spitzenleistung. Wenn du in der Lage bist, einmal pro Woche eine zweistündige Wanderung zu absolvieren, kommst du mit den moderaten Etappen einer Fastenwoche gut zurecht. Mental hilfreich ist eine offene Haltung gegenüber kleinen körperlichen Schwankungen in den ersten drei Tagen: Kopfschmerzen, leichte Müdigkeit oder ein flaues Gefühl im Magen sind normale Begleiter, die meist ab Tag vier verschwinden. Wer schon einmal gefastet hat, profitiert von der Erfahrung, weil der Körper schneller in den Fastenmodus findet. Was nicht funktioniert, ist Fastenwandern bei unbehandelter Schilddrüsenunterfunktion, schwerer Erschöpfung, akuter Krankheit oder hohem Stresslevel. Eine Fastenkur ersetzt keine ärztliche Behandlung, sondern ergänzt im besten Fall einen bereits stabilen Lebensstil.
Wie lange dauert ein typisches Fastenwandern-Retreat?
Die meisten Fastenwandern-Retreats dauern zwischen 5 und 10 Tagen. Dieser Zeitraum umfasst in der Regel einen oder zwei Entlastungstage zu Beginn, die eigentlichen Fastentage mit täglichen Wanderungen sowie Aufbautage am Ende, an denen die Nahrungsaufnahme langsam wieder eingeführt wird. Einsteiger wählen häufig kürzere Retreats von etwa 5 bis 7 Tagen, während erfahrene Faster auch längere Programme buchen.
Welche Regionen sind für Fastenwandern beliebt?
Die etabliertesten Regionen für Fastenwandern liegen in Mitteleuropa mit klarer Konzentration auf Mittelgebirge und Vorland. In Deutschland führen die Voralpen zwischen Bodensee und Berchtesgaden, der südliche Schwarzwald, die Eifel und die Lüneburger Heide. Auch der Bayerische Wald, der Harz und das Sauerland haben eine wachsende Anbieterbasis. In Österreich sind Salzkammergut, Mühlviertel und das südliche Burgenland verbreitet, in der Schweiz das Berner Oberland, das Emmental und das Tessin. Für mediterrane Fastenwochen mit milderem Klima eignen sich Mallorca, Madeira und die Algarve. Frankreich punktet mit dem südlichen Burgund und der Provence in den Schultersaisons. Ungarn hat sich rund um den Plattensee als preislich attraktive Alternative etabliert. Schweden bietet im Smaland eine ruhige, klar strukturierte Fasten-Option für den Spätsommer. Was diese Regionen gemeinsam haben: moderate Höhenmeter, gut markierte Wege, viel Wasser in der Landschaft und eine Tradition gastfreundlicher Gastgeber, die das Tempo respektieren. Vermieden werden Hochgebirgsregionen mit grossen Tagesetappen, heisse Mittelmeer-Spots im Hochsommer und Wege mit hohem technischem Anspruch. Wer die Region nach Anreise plant, findet im Mitteleuropa-Mittelgebirgsraum die kürzesten Wege und damit die geringsten Belastungen vor der eigentlichen Fastenphase.
Welche Fastenmethoden werden beim Fastenwandern angewandt?
Die häufigste Methode beim Fastenwandern ist das Buchinger-Fasten, bei dem du Gemüsebrühe, Säfte, Tees und Wasser zu dir nimmst. Daneben gibt es Retreats mit Basenfasten, bei dem leichte basische Mahlzeiten erlaubt sind, sowie Intervallfasten oder Schrothkur-Varianten. Viele Anbieter kombinieren das Fasten mit Darmpflege, Leberwickeln und Entspannungsübungen. In der Beschreibung der einzelnen Retreats auf Retreat Urlaub findest du genaue Angaben zur jeweiligen Methode.
Wie reise ich zu einer Fastenwander-Woche an?
Da Fastenwander-Regionen typischerweise im Mittelgebirgsraum oder in Voralpen-Tälern liegen, ist die Bahnanreise meist gut planbar. Bodensee, Schwarzwald, Allgäu, Berchtesgadener Land, Eifel und Lüneburger Heide sind über Fernverkehrs-Knotenpunkte erreichbar, ein regionaler Anschluss bringt dich in den Zielort. Viele Häuser bieten Bahnhof-Transfers gegen kleine Gebühr oder kostenlos an, weil die meisten Gäste während der Fastenwoche auf das Autofahren verzichten möchten. Wer im Auto anreist, sollte sich klarmachen, dass das Fasten den Kreislauf gerade in den ersten zwei Tagen sensibler macht; lange Heimfahrten direkt nach Fastenende sind nicht ideal. Bei mediterranen Zielen wie Mallorca, Madeira oder Algarve führt der Weg über Flughafen und Mietwagen oder organisierten Transfer. Wichtig ist, am Anreisetag genug Puffer einzuplanen: Die meisten Anbieter starten am späten Nachmittag mit einer kurzen Begrüssung und einem Entlastungs-Abendessen, also einer leichten Gemüsekost zur Vorbereitung. Wer früh genug ankommt, kann sich noch akklimatisieren, die Unterkunft kennenlernen und ohne Hektik in die erste Nacht gehen. Die Abreise findet bei den meisten Anbietern nach dem Aufbau-Frühstück am letzten Vormittag statt, sodass keine schwer verdauliche Mahlzeit zwischen Fastenbruch und Heimfahrt liegt.
Wie anstrengend sind die Wanderungen beim Fastenwandern?
Die Wanderungen beim Fastenwandern sind in der Regel moderat und an das Fitnesslevel der Teilnehmenden angepasst. Typischerweise werden täglich zwischen 8 und 15 Kilometer auf leichten bis mittelschweren Wegen zurückgelegt. Das Tempo ist bewusst ruhig gehalten, da der Körper während des Fastens weniger Energie zur Verfügung hat. Die Wanderleiter achten darauf, dass sich niemand überfordert, und es gibt meist verschiedene Streckenoptionen für unterschiedliche Leistungsniveaus.
Was ist im Preis einer Fastenwander-Woche enthalten?
Der Standardpreis einer geführten Fastenwander-Woche umfasst die Unterkunft im Einzel- oder Doppelzimmer, die komplette Fastenverpflegung über sieben Tage mit frisch gepressten Säften oder verdünnten Bio-Säften, klaren Gemüsebrühen, Kräutertees und Mineralwasser, sowie die geführten Tageswanderungen mit erfahrener Wander- und Fastenbegleitung. Dazu gehört in der Regel die Einführung in den Lebersack und die Bereitstellung der Wärmflasche während des Aufenthalts. Viele Häuser legen ein Aufbaufrühstück am letzten Morgen bei, das den Übergang zur Aufbaukost markiert, oft mit Apfelmus und einem geriebenen Apfel. Einige Anbieter ergänzen Yoga-Einheiten, Klangmeditationen, Vortragsabende über Fastenphysiologie oder Säure-Basen-Haushalt sowie eine schriftliche Mitnahme-Anleitung mit Brühen- und Aufbaukost-Rezepten. Nicht im Preis enthalten sind die Anreise, individuelle Massagen oder Therapien, Saunagebühren in manchen Häusern, ärztliche Untersuchungen falls gewünscht, persönliche Coaching-Stunden sowie das Trinkgeld für die Fastenbegleitung. Bei Premium-Wochen mit Bio-Vollpension nach dem Aufbruch und Doppelbegleitung aus Wander- und Fastenfachperson liegt der Preis entsprechend höher. Vor der Buchung lohnt sich ein präziser Blick auf die Leistungsliste, weil sich Pakete im Detail spürbar unterscheiden.
Wo finden Fastenwandern-Retreats statt?
Fastenwandern-Retreats finden an landschaftlich reizvollen Orten statt – von den deutschen Mittelgebirgen und der Ostseeküste über die Alpenregionen Österreichs und der Schweiz bis hin zu mediterranen Zielen wie Mallorca oder der Toskana. Die Auswahl des Ortes hängt von deinen Vorlieben ab: Manche bevorzugen Berge und Wälder, andere das Meer. Auf Retreat Urlaub kannst du unter 13 Angeboten das passende Ziel für dein Fastenwandern-Erlebnis finden.
Wer sind die typischen Gäste beim Fastenwandern?
Die typische Gästegruppe einer Fastenwander-Woche ist zwischen 40 und 65 Jahren alt, gesundheitsbewusst und beruflich oft eingespannt. Frauen sind in vielen Gruppen leicht in der Überzahl, etwa zu 60 bis 65 Prozent. Beruflich kommen Gäste häufig aus heilenden und beratenden Berufen, also Therapie, Medizin, Pflege oder Coaching, aber auch aus Bildung, IT und Selbstständigkeit. Viele reisen allein und nutzen die Fastenwoche bewusst als persönliche Auszeit von Familie und Beruf, ohne dabei isoliert zu sein. Paare reisen häufig gemeinsam, wenn beide bereit sind, das Tempo des Partners zu respektieren. Die kleine Gruppengrösse von acht bis sechzehn Personen sorgt für einen sehr persönlichen Charakter, in dem Gespräche oft tiefer gehen als in normalen Urlaubssituationen. Was alle Gäste verbindet, ist eine Mischung aus körperlicher Neugier, dem Wunsch nach Stille und dem Bedürfnis, Routinen für ein paar Tage zu unterbrechen. Wer einen klassischen Aktivurlaub mit voller Halbpension und sportlicher Spitze sucht, ist im Fastenwander-Format falsch. Wer den Wechsel zwischen moderater Bewegung, klarer Tagesstruktur und reduzierter Reizdichte schätzt, findet hier einen Erholungstyp, der nach der Heimkehr oft mehrere Wochen nachwirkt.
Wie bereite ich mich auf ein Fastenwandern-Retreat vor?
Eine gute Vorbereitung erhöht den Erfolg deines Fastenwanderns erheblich. In den Tagen vor dem Retreat solltest du deine Ernährung schrittweise umstellen: Reduziere Kaffee, Alkohol, Zucker und schwere Mahlzeiten und setze stattdessen auf leichte Kost wie Gemüse, Obst und Vollkornprodukte. Viele Retreat-Anbieter senden dir vorab einen detaillierten Vorbereitungsplan zu. Außerdem empfiehlt es sich, bereits vor dem Retreat regelmäßig spazieren zu gehen, damit dein Körper an Bewegung gewöhnt ist. Packe bequeme Wanderschuhe, wetterfeste Kleidung und eine Trinkflasche ein.